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12.06.2018 14:03 Alter: 129 days

PM des Dt.Tierschutzbundes zu Aussagen des CDU Politikers Dirk Toepfer


Bitte schauen Sie sich die Pressemitteilung und den weiter unten stehenden Auszug aus der Nordwest-Zeitung vom 07.06.2018 an.

Pressemitteilung Deutscher Tierschutzbund Landestierschutzverband Niedersachsen e.V. 10.06.2018
Bezug: Veranstaltung der CDU-Ortsverbände des Landkreises Osnabrück am 04.06.2018 in Neuenkirchen

CDU unterstellt Tierschützern Abartigkeit in ihrem Handeln
Im Rahmen einer Veranstaltung der CDU-Ortsverbände wirft Dirk Toepfer, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag Niedersachsen, der Masse der Bürgerinnen und Bürgern in Niedersachsen vor, dass sie eine falsche Beziehung zu ihrem Tier hätten, wodurch der Tierschutz abartig bzw. widerwärtig geworden sei. 

Der Landestierschutzverband erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz und auch in der Landesverfassung verankert ist. „Den Tierschutz als Pervers einzustufen zeigt, dass für Herrn Töpfer verfassungsgemäße Ziele scheinbar nicht von Bedeutung sind“, so der Vorsitzende Dieter Ruhnke. 

Die Tierschutzvereine des Deutschen Tierschutzbundes sind alle als Gemeinnützig anerkannt, weil sie dem Gemeinwohl dienen. „Dies als Pervers zu bezeichnen, spottet jeder Beschreibung und zeigt die Respektlosigkeit von Herrn Töpfer gegenüber Tierschützern und Tierhaltern“, bemerkt Ruhnke. 

Tierschützer hinterfragen die Tierhaltung in privaten Haushalten und natürlich insbesondere in der konventionellen Tierhaltung der Landwirtschaft zunehmend kritisch. Letzteres ist natürlich der CDU in Niedersachsen ein Dorn im Auge.

Anstatt die unhaltbaren und zum Teil rechtwidrigen Zustände in der privaten sowie landwirtschaftlichen Tierhaltung zu verurteilen und Abhilfe zu schaffen, lamentiert Töpfer lieber über die Abartigkeit des Tierschutzes und das krankhaft abweichende Verhalten von Tierhaltern in Niedersachsen. 

Dieter  Ruhnke
Vorsitzender 


Auszug aus der Berichterstattung der Nordwest-Zeitung vom 07.06.2018:
"Kernanliegen der CDU müsse es sein, vor allem in den verdichteten Zentren wieder mehr Gehör bei den Bürgern zu finden, sie dürfe jedoch auch nicht ihre Stellung als Nummer eins im ländlichen Bereich verlieren. Daher sei es sehr wichtig für die CDU gewesen, das Landwirtschaftsministerium zurückzugewinnen.. Mit Barbara Otte-Kinast gäbe es nun eine ausgezeichnete Ministerin, die das vermeintlich negative Image der Landwirtschaft wieder aufbessere. „Wir müssen den Menschen in den urbanen Zentren klar machen, dass Landwirte der wichtigste Nahrungserzeuger überhaupt sind“, meinte Toepffer. Tierschutz sei zudem nicht nur mit den Grünen möglich, sondern auch mit der CDU. Er sagte jedoch, dass viele Bürger eine falsche Beziehung zum Tier hätten, wodurch der Tierschutz „völlig pervertiert“ sei.