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15.02.2019 09:36 Alter: 33 days

Tollwutimpfung für alle Tiere die zu uns kommen? Warum?


U.a. mit diesem Schild machen wir auf die Neuerung aufmerksam

Liebe Tierfreundinnen, liebe Tierfreunde,

Sie haben bestimmt schon gemerkt, dass sich bei uns ein wenig was geändert hat:
Alle Tiere die zu uns kommen, egal ob in die Tierpension oder zum Spielen, müssen eine Tollwutimpfung haben, die mindestens 21 Tage alt ist.

Sie fragen sich bestimmt, warum diese Impfung notwendig ist?
Es handelt sich um eine sehr klare Information der Bundestierärztekammer, der wir Folge leisten. Und auch wenn es Sie irritiert, es ist wirklich nur zum Besten Ihrer Tiere und damit doch auch von Ihnen, oder?
Da bei uns die unterschiedlichsten Tiere zusammenkommen, ist es dann z.B. auch für Katzen, die nur in einer Wohnung gehalten werden, notwendig, dass sie diesen Impfschutz haben
Warum muss die Impfung 21 Tage alt sein?
Erst nach dieser Zeit ist die Impfung 100 %ig wirksam.

Wir hoffen, dass Sie unsere Entscheidung ein wenig nachvollziehen konnten. Für Fragen zu dem Thema stehen Ihnen unser Angestellten während der Öffnungszeiten gerne zur Verfügung.

Den nachfolgenden Text haben wir den Pressemitteilungen der Bundestierärztekammer entnommen. Wie Sie sehen können, ist das Thema dort bereits schon länger präsent.

Link zum Originalartikel und Textnachweis:
https://www.bundestieraerztekammer.de/presse/archiv/17/2017/Tollwut-toetet-Impfung-schuetzt/1300??pid=0

Tollwut tötet – Impfung schützt!

Die Bundestierärztekammer zum Welttollwuttag am 28. September

BTK Berlin (25.09.2017) Auch wenn die Tollwut in Deutschland seit bald zehn Jahren offiziell getilgt ist: Die Gefahr der Einschleppung dieser stets tödlich verlaufenden Tierseuche besteht nach wie vor. Vor allem Hunde, die aus Drittländern illegal eingeführt werden, stellen ein potentielles Risiko dar.

Die gute Nachricht zuerst: Deutschland ist seit 2008 tollwutfrei. Dazu beigetragen haben regelmäßige Impfungen von Haustieren, kontinuierliche Beobachtung und Kontrolle des Nutz- und Wildtierbestandes sowie Impfköderaktionen für Füchse. Dennoch, und das ist die schlechte Nachricht, ist die gefährliche Zoonose – eine von Tieren auf den Menschen übertragbare Infektionskrankheit – nach wie vor präsent: Nach Schätzungen der WHO sterben jährlich 59.000 Menschen in mehr als 100 Ländern an der Tollwut, 99 Prozent davon in Afrika und Asien. Und auch in Urlaubsländern wie der Türkei, Serbien, Marokko, Thailand oder Mexico ist die anzeigepflichtige Tierseuche verbreitet, wird dort wie überall auf der Welt zu 99 Prozent von Hunden übertragen.

Anlässlich des Welttollwuttages, der jährlich am 28. September begangen wird, erinnert die Bundestierärztekammer daran, Hunde und Katzen, die das Haus verlassen, regelmäßig gegen Tollwut impfen zu lassen. „Wer mit seinem Tier ins Ausland verreisen will, für den ist das sowieso ein Muss. Im europäischen Reiseverkehr ist diese Impfung bei Hund, Katze und Frettchen vorgeschrieben und wird über den EU-Heimtierausweis dokumentiert“, erklärt Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer.

Ein Impfschutz ist auch deswegen wichtig, weil das Virus jederzeit wieder nach Europa eingeschleppt werden kann: So zum Beispiel durch die Einfuhr von Hunden aus Ländern, in denen die Tollwut noch verbreitet ist. Immer wieder ist es in den vergangenen Jahren passiert, dass bei illegal nach Deutschland gebrachten Hunden das Tollwut-Virus festgestellt wurde. Und nur durch die große Achtsamkeit der Behörden konnte Schlimmeres, nämlich die Infektion eines Menschen, verhindert werden. Tiedemann: „Das Dramatische an der Tollwut ist, dass nach Ausbruch der Krankheit keine Behandlung mehr möglich ist. Die Tollwut führt immer zum qualvollen Tod.“ Darum müssen Tiere ohne ausreichenden Impfschutz im Falle eines Ansteckungsverdachts getötet werden, denn das Virus kann nur im toten Tier nachgewiesen werden. Für Menschen ist die einzige lebensrettende Maßnahme nach Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier eine sofortige Impfung, die sogenannte Postexpositionsprophylaxe (PEP).