Unseren scheuen Katzen kommen zu Wort



Unsere Bundesfreiwillige Anna-Lena Hamann hat unsere scheuen Kätzchen interviewt und für uns übersetzt:
Ein mauziges Hallo von uns etwas anderen Katzen aus dem Tierheim.
Wir sind die, die viele Menschen einfach übersehen oder nicht haben möchten. Wir sind scheu und schüchtern. Wir sind nicht die Katzen, die als erstes an der Scheibe stehen, wenn uns Menschen besuchen kommen. Wir sind die Katzen, die sich nicht sofort kuscheln und streicheln lassen. Wir fauchen und knurren, wenn uns jemand zu nahe kommt den wir nicht kennen. Wir sind schüchtern, ängstlich und betrachten die Situation lieber erst einmal aus unserem sicheren Versteck. Obwohl wir oft nicht gesehen werden, wollen wir nur eins: Ein sicheres, ruhiges und schönes Zuhause, mit Menschen, die uns genau so lieb haben, wie die zahmen und zutraulichen Katzen. Menschen, die uns trotz unserer Ängste etwas Zeit, Geduld und Liebe schenken.
Und sollen wir euch mal etwas verraten? Wenn wir uns erst einmal in unserem neuen Zuhause wohlfühlen, dann können wir genauso Kuscheln, wie alle anderen Katzen! Wir sind auch dankbar und glücklich aus dem Tierheim in ein warmes, liebevolles Zuhause zu kommen. In unser ganz eigenes Zuhause. Klingt das nicht toll?!
Wir anderen Katzen im Tierheim Wunstorf haben jeden Tag die Hoffnung, dass Jemand etwas Geduld und Liebe für uns übrig hat. Viele von uns kommen von einem Campingplatz aus Metel, auf dem wir in einer Großfamilie mit fast 30 Katzen gelebt haben! Klingt erst mal echt cool, aber in Wirklichkeit war es gar nicht so toll. Wir hatten alle Giardien, das sind so kleine doofe Parasiten im Darm, die für Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen sorgen. Außerdem haben wir gelernt uns mit fauchen durchsetzen zu müssen, um etwas zu Essen zu bekommen. Aber zum Glück kamen dann Ende September die Mitarbeitenden und Freiwilligen des Tierheimes Wunstorf und haben uns alle zu sich geholt und wieder gesund gepflegt.
Jetzt sitzen wir hier und träumen von unserem neuen Zuhause mit Freigang und Menschen, die uns nicht bedrängen, sondern Geduld und Zeit für uns haben. Am liebsten würden wir zu zweit ausziehen, da wir alle miteinander groß geworden sind. Wir freuen uns natürlich auch, wenn wir als Zweitkatze in ein neues Zuhause einziehen dürfen. Hauptsache wir müssen nicht alleine als Wohnungskatze leben, dafür sind wir nämlich viel zu sozial! Das gilt natürlich nicht nur für uns Metel-Katzen, sondern für viele schüchterne Katzen die derzeit im Tierheim Wunstorf leben. Ab und an ist mal jemand dabei, der lieber alleine wohnen möchte, aber unsere Pflegerinnen kennen uns so gut, dass sie genau darauf achten, welches Zuhause zu uns passt und welches nicht.
Und als mauzige Notiz denkt daran: Auch wenn es nicht so aussieht, weil wir uns verkriechen, wir haben euch im Blick! Und wir hoffen, dass ihr uns auch seht.
Hoffentlich bis bald!
Eure Katzen aus dem Tierheim in Wunstorf


