Unsere Hofkatzen: Richie & Cleo
Seit über einem Jahr warteten Richie und Cleo im Tierheim auf ihre Chance – vergeblich. Zu scheu, zu alt, zu krank, zu schwarz. Vier Gründe, die ihre Vermittlung immer wieder scheitern ließen. Doch ihre Geschichte hat ein gutes Ende gefunden – eines, das zeigt, dass Glück nicht immer ein klassisches Zuhause braucht.
Ein Jahr voller Hoffnung – und Enttäuschungen
Im Tierheim Wunstorf saßen Richie und Cleo lange Zeit im Hintergrund. Während jüngere, zutrauliche Katzen schnell neue Familien fanden, blieben die beiden zurückhaltenden Samtpfoten meist unbeachtet.
Ihr schwarzes Fell – noch immer gelten schwarze Katzen als „schwer vermittelbar“ – machte es nicht leichter. Dazu kamen ihr fortgeschrittenes Alter und chronische Erkrankungen, die regelmäßige medizinische Betreuung erfordern. Vor allem aber war es ihre Scheu: Fremden Menschen begegneten sie mit Vorsicht, laute Geräusche verunsicherten sie schnell.
Für eine klassische Wohnungshaltung mit viel Trubel waren sie schlicht nicht geeignet.
Wenn ein Zuhause nicht die richtige Lösung ist
Mit der Zeit wurde klar: Richie und Cleo brauchen keinen Neustart in einer fremden Umgebung. Sie brauchen Sicherheit, Verlässlichkeit – und Menschen, die ihre Eigenheiten respektieren.
So traf das Tierheim eine besondere Entscheidung: Die beiden dürfen dauerhaft als Hofkatzen auf dem Gelände bleiben. Dort leben sie nun mit geschützten Rückzugsorten, warmen Schlafplätzen und vertrauten Bezugspersonen.
Und tatsächlich – seitdem tauen sie langsam auf.
Ein neues Kapitel als Hofkatzen
Tagsüber erkunden Richie und Cleo neugierig das Gelände. Sie genießen die frische Luft, beobachten Vögel, jagen Mäuse und ziehen sich bei Bedarf in ihre gewohnten Unterschlüpfe zurück. Niemand drängt sie, niemand erwartet Schmuseeinheiten.
Das Tierheim ist für sie nicht mehr Wartestation, sondern Heimat geworden.
Statt Vermittlung: Tierpatenschaft
Richie und Cleo suchen daher kein neues Zuhause mehr. Sie dürfen bleiben – für immer.
Was sie jedoch brauchen, sind Tierpatinnen und Tierpaten, die ihre Versorgung unterstützen. Gerade aufgrund ihres Alters und ihrer gesundheitlichen Einschränkungen entstehen regelmäßige Kosten für Futter, Medikamente und tierärztliche Betreuung.
Eine Patenschaft bedeutet:
- finanzielle Unterstützung für Pflege und Behandlung
- Sicherheit für ihren Lebensabend
- ein Zeichen, dass auch „unscheinbare“ Tiere geliebt werden
Richie und Cleo mögen vielleicht nie die typischen Schoßkatzen werden. Aber sie sind lebende Beweise dafür, dass jedes Tier seinen Platz verdient – selbst wenn dieser anders aussieht als erwartet.
Manchmal bedeutet Glück nicht, vermittelt zu werden.
Manchmal bedeutet es einfach, bleiben zu dürfen.




